Resveratrol
3,5,4′-trihidroksistilben
Resveratrol ist ein Polyphenol mit antioxidativen und thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften, das in den Bereichen der Kardiometabolik, Onkologie und Neurokognition untersucht wird. Resveratrol (cis-/trans-Resveratrol) ist ein Polyphenol, das in der Schale von Trauben und in dunklen Rotweinen vorkommt. Die empfohlene orale Dosis beträgt 10–200 mg/Tag. Diese Substanz besitzt antioxidative, antithrombozytäre, antimutagene und phytoöstrogene Eigenschaften und hemmt COX-1/2 sowie die 5-Lipoxygenase. Eine Supplementierung mit Resveratrol wird bei Atherosklerose, Hypercholesterinämie und zur Krebsprävention empfohlen.
Kardiometabolische Wirkung: Es wurde gezeigt, dass Resveratrol den systolischen Blutdruck um 8 mmHg und den diastolischen Blutdruck um 3,6 mmHg im Vergleich zu Placebo senkt. Die Einnahme hoher Dosen von Resveratrol (≥1000 mg/Tag) reduzierte den Nüchternblutzucker, hatte jedoch keinen Einfluss auf den Taillenumfang, die Triglyzeride und das HDL-Cholesterin. Außerdem zeigten Studien, dass diese Substanz bei adipösen Personen das Körpergewicht nicht signifikant veränderte, keinen Einfluss auf den BMI oder das Gesamtkörperfett hatte, aber den Taillenumfang reduzierte, wobei die Supplementierungsdauer mehr als 12 Wochen betrug.
Neurokognitiver Effekt: Eine systematische Übersichtsarbeit/Metaanalyse fand keine statistisch signifikanten Effekte von Resveratrol (oder Präparaten aus Trauben/Wein) auf kognitive Funktionen, Stimmung oder das Volumen der grauen Substanz beim Menschen, trotz positiver Daten aus Tierstudien.
Thrombozytenaggregationshemmende Effekte: Resveratrol hemmt die Aktivierung von Thrombozyten; in Modellen des Kolonkarzinoms reduzierte es die Thrombose, was auf potenzielle antithrombotische Effekte bei tumorassoziierter Thrombose hinweist. Diese Befunde sind präklinisch und stellen noch keine Standardtherapie dar.
Die Arzneimittelmonographien listen keine spezifischen Nebenwirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen, jedoch:
– Kontraindikationen: Überempfindlichkeit.
– Schwangerschaft: Rotwein als Resveratrol-Quelle sollte vermieden werden.
– Stillzeit: Sicherheit ist unbekannt; nicht empfohlen.
– Die thrombozytenaggregationshemmende Aktivität impliziert eine theoretische Wechselwirkung bei gleichzeitiger Anwendung mit Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern, auch wenn dies noch nicht offiziell bestätigt ist.
Insgesamt unterstützen aktuelle Humanstudien Vorteile für Blutdruck und Glykämie bei höheren Dosierungen.
Referenzen
- Resveratrol (Cis-Resveratrol, Kojo-Kon, Stilbene Phytoalexin, Trans-Resveratrol (Resveratrol)) – Pharmacology
- Resveratrol (Cis-Resveratrol, Kojo-Kon, Stilbene Phytoalexin, Trans-Resveratrol (Resveratrol)) – Suggested Dosing
- Resveratrol (Cis-Resveratrol, Kojo-Kon, Stilbene Phytoalexin, Trans-Resveratrol (Resveratrol)) – Suggested Uses
- Effects of Resveratrol on Metabolic Indicators in Patients with Type 2 Diabetes: A Systematic Review and Meta-Analysis
- The effect of resveratrol supplementation on anthropometric indices, adiponectin and leptin levels in individuals with overweight and obesity: a graded, systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials
- Resveratrol: A “miracle” drug in neuropsychiatry or a cognitive enhancer for mice only? A systematic review and meta-analysis
- Inhibitory effects of resveratrol on platelet activation and thrombosis in colon cancer through regulation of the MAPK and cGMP/VASP pathways
- Resveratrol (Cis-Resveratrol, Kojo-Kon, Stilbene Phytoalexin, Trans-Resveratrol (Resveratrol)) – Adverse Effects
- Resveratrol (cis-resveratrol, kojo-kon, Stilbene phytoalexin, trans-resveratrol (resveratrol))
- Resveratrol (Cis-Resveratrol, Kojo-Kon, Stilbene Phytoalexin, Trans-Resveratrol (Resveratrol)) – Pregnancy & Lactation
